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Kredit ohne Schufa

Ein Kredit ohne Schufa kann für manche Menschen einen Ausweg aus ihren finanziellen Problemen bedeuten. Es kann jederzeit vorkommen, dass aufgrund einer negativen Schufa-Auskunft die Hausbank ein dringend benötigtes Darlehen nicht bewilligt und die finanziellen Schwierigkeiten überhandnehmen. In so einer Situation kann es hilfreich sein, sich über die Möglichkeit eines Kredits ohne Schufa zu informieren.

Welche Rolle spielt die Schufa bei der Kreditvergabe?

Viele Banken bieten Kredite auch ohne Schufa an - Foto: © Denis Junker - Fotolia.com

Bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) handelt es sich um ein Unternehmen, das personenbezogene Daten sammelt und sie in umfangreichen Dateien speichert. Die Schufa sieht ihre Aufgabe darin, ihren Vertragspartnern möglichst ausführliche Informationen über Verbraucher und Kunden zur Verfügung zu stellen, um Geschäftsentscheidungen zu erleichtern. Die gesammelten Daten betreffen Girokonten, Kreditkarten, auch liegen Auskünfte darüber vor, ob und wie viele Darlehensverträge jemand abgeschlossen hat und ob diese ordnungsgemäß getilgt werden. Doch nicht nur negative, auch die positiven Merkmale werden gespeichert. Alle diese Informationen über eine Person werden zusammengetragen und von der Schufa in dem sogenannten Scoreverfahren bewertet. Die erreichte Punktzahl soll Auskunft darüber geben, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein gewährtes Darlehen vom Gläubiger zurückgezahlt wird. Welche Daten die Schufa in diesem Verfahren genau verarbeitet, gibt sie nicht bekannt. Häufig entscheidet diese Punktzahl, ob eine Bank einem Antragsteller ein Darlehen bewilligt oder ablehnt.

Kredite ohne Schufa

Verhält es sich nun so, dass man einen negativen Schufa-Eintrag hat und die Hausbank keinen Kredit gewährt, besteht die Möglichkeit, ein Darlehen ohne Schufa-Auskunft zu beantragen. Einer der Vorteile eines Schufa-freien Kredits besteht darin, dass weder Hausbank noch Arbeitgeber etwas von dem weiteren Darlehen erfahren. Nun stellt sich die Frage: Wie geht man am klügsten vor?

Nützliche Informationen aus dem Internet

Eine sehr gute Möglichkeit, sich zu informieren, bietet das Internet. Viele Banken, die Kredite ohne Schufa anbieten, arbeiten über Online-Portale. Hier kann der Interessent sich ausführlich ein Bild über die verschiedenen Angebote zu machen. Auch gibt es Portale, die darauf spezialisiert sind, Kredite zu vermitteln. Wichtig ist, dass alle Angaben genau geprüft und verglichen werden, dass man auf fällige Gebühren und versteckte Kosten achtet und die Zinssätze miteinander vergleicht. Manche Bankinstitute verlangen den Abschluss von Versicherungen, um eine zusätzliche Sicherheit für ihr Darlehen zu bekommen, hier sollte genau überlegt werden, ob dies in der persönlichen Situation sinnvoll ist. Falls der Kredit über ein Vermittlungsportal beantragt wird, sollten auf keinen Fall vorab Gebühren oder Provisionen fällig werden.

Hat man nun alle Informationen zusammen und sich für ein Angebot entschieden, kann man im Internet einen Kreditantrag online ausfüllen und abschicken. Bei den meisten Banken sind die Bearbeitungszeiten kurz, da sie keine weiteren Auskünfte über den Antragsteller einholen müssen. So wird in kürzester Zeit ein Kreditangebot erstellt und verschickt. Natürlich haben auch diese Banken ein Interesse daran, dass das Darlehen zurückgezahlt wird, und legen Wert darauf, dass der Kreditnehmer eine gewisse Bonität nachweisen kann. Kommt der Kreditvertrag zustande, erfolgt die Zahlung der Darlehenssumme kurzfristig.

Wie sind die Konditionen für Schufa-freie Kredite?

Üblicherweise werden relativ geringe Summen verliehen, die Beträge liegen zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Da Kredite ohne Schufa-Auskunft einem höheren Ausfallrisiko unterliegen, liegt der effektive Jahreszins höher als bei den herkömmlichen Finanzinstituten. Die Laufzeiten der Kredite sind aufgrund der geringen Darlehenssummen relativ kurz und führen mitunter zu erheblichen monatlichen Belastungen. Die Darlehensrate sollte so gewählt werden, dass sie gut tragbar ist und die Tilgung des Kredites nicht zu Problemen führt.

Das eigene Haus: Von der Finanzierung bis zum Versicherungsschutz

Das Projekt Eigenheim beginnt mit der Finanzierungsplanung und der Auswahl eines Grundstückes sowie des passenden Hauses. Hier kommt ein Massiv- oder Fertighaus infrage. Der Beginn der Planung ist ein gründlicher Kassensturz, der die Höhe der Eigenmittel und die späteren Reserven zur Tilgung eines Kredites aufdeckt. Was nicht vergessen werden darf: Schon das Bauvorhaben muss versichert werden, das spätere Eigenheim erfordert ebenfalls erweiterten Versicherungsschutz über die übliche Hausratversicherung hinaus.

Finanzplanung und Kreditaufnahme

Nach der Ermittlung der Eigenmittel beginnt eine Gegenüberstellung der laufenden Einkünfte und Ausgaben. Zu den Einkünften zählen nur diejenigen, die von Dauer sind. Gelegentlich Nebeneinkünfte, schwankende Überstundenvergütungen oder die Rente einer achtzigjährigen Oma, die (noch) im Haushalt lebt, können getrost vernachlässigt werden. Es zählt nur das, womit man auf Jahre und Jahrzehnte rechnen kann. Ebenso ist bei den Ausgaben Realitätssinn gefragt. Das betrifft sämtliche Kosten für das Auto inklusive Reparaturen und Wertverlust ebenso wie die Neuanschaffung von Waschmaschine oder Kühlschrank, die irgendwann fällig werden. Auf Urlaub und Hobby wird man auch nicht verzichten wollen. Mietzahlungen fallen künftig weg, dafür wird die Hypothek abbezahlt. Die Nebenkosten werden aber steigen, es sei denn, man baut wirklich höchst energieeffizient, wofür es Fördermittel gibt. Zuzuraten ist auf jeden Fall. Nach gründlicher Kalkulation steht fest, wie viel monatlich für Zins und Tilgung übrig bleibt. Ein Fakt sollte nicht vergessen werden: Eine Baufinanzierung wird in der Regel mit einer Zinsbindung von meist zehn Jahren versehen. Die Zinsen und damit die Rate können – müssen nicht – danach steigen.
Dann heißt es Finanzierungsangebote einholen. Hierzu sind verschiedene Unterlagen nötig, die jeder Kreditgeber sehen will. Das sind Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge, Einkommensbescheide und laufende Kredit- und Versicherungsverträge.
Eine gute Voraussetzung für die Baufinanzierung sind laufende Bauspar- oder Riesterverträge. Daneben gibt es sehr viele staatliche Fördermöglichkeiten für Bauherren, die ein Baufinanzierer dem Bauherren aufzeigen sollte. Die KfW fördert energieeffizientes Bauen, auch von Ländern und Kommunen gibt es regional unterschiedlich ähnliche Programme.

Finanzierungsangebote vergleichen

Die Zinsen entscheiden über den größten Kostenunterschied bei einer Baufinanzierung. Daher ist bei Finanzierungsangeboten hierauf das größte Augenmerk zu legen. Aber auch die Flexibilität eines Finanzierers kann ausschlaggebend sein. Denn es gibt nicht nur die Variante des klassischen Annuitätendarlehens, sondern auch Möglichkeiten wie ein Darlehen mit Tilgungsaussetzung, das später über eine Kapitallebensversicherung abgelöst wird, oder das Fremdwährungsdarlehen.
Die Zinsen stehen im Frühjahr 2011 auf einem historischen Tief, daher sind Bauherren gut beraten, sich Zinssätze lange festschreiben zu lassen. Die Europäische Zentralbank hat im April 2011 den Leitzins erstmals wieder angehoben, weitere Zinsschritte werden voraussichtlich folgen. Die Bauzinsen ziehen mit leichter Zeitverzögerung nach. Ein Kriterium für eine Baufinanzierung ist daher gegenwärtig die Dauer der Zinsbindung: je länger, desto besser. Die Zinsen selbst werden auch individuell festgelegt. Dabei spielt die Bonität des Kreditnehmers eine Rolle, die Höhe des Eigenkapitals und die Höhe der monatlichen Tilgung. Hypothekendarlehen werden oft mit einem Tilgungssatz von 1 Prozent begonnen, man kann diesen aber auch höher ansetzen, um die Zinsen zu senken und die Gesamtlaufzeit des Darlehens zu verkürzen. Die Entwicklung auf Jahrzehnte ist stets schwer abzuschätzen.

Versicherung von Bauvorhaben und Eigenheimen

Zum Eigenheim gehören mehrere Versicherungen, die vorher nicht nötig waren. Der Baukredit wird in der Regel mit einer Risikolebensversicherung besichert, die zu Kreditablösung dient, falls der Kreditnehmer verstirbt. Während der Bauphase ist eine Bauherrenversicherung nötig. Diese schützt vor den finanziellen Folgen von Schäden, die während des Bauvorhabens selbst entstehen können, und wird nur über den Zeitraum bis zur Fertigstellung abgeschlossen. Danach kommt zur üblichen Hausratversicherung, die auch vorher schon bestand, die Wohngebäudeversicherung hinzu. Diese versichert das Eigenheim mit allen verbundenen Gebäuden vor Feuer, Blitzschlag, Explosionen, Sturm, Wasser, Hagel, Steinschlag und Schneedruck, Frost- und Bruchschäden an Rohrleitungen und selbst vor Flugzeugabstürzen.